Das Betreuer/innenteam des Zeltlagers Lille Bodskov

Eine der wichtigsten Fragen aller Eltern und zukünftigen Teilnehmer/innen ist die Frage nach den Betreuer/innen im Zeltlager. Dies können wir sehr gut nachempfinden. Unter den Rubriken Knirpsenzeltlager, Kinderzeltlager und Jugendzeltlager stellt sich das jeweilige Betreuer/innenteam des Jahres vor.

Umfang und Struktur des Betreuer/innenteams

Für das Knirpsenzeltlager der Altersgruppe 8 – 12 und das Kinderzeltlager der Altersgruppe 10 – 13 stehen jeweils 31 – 32 Betreuer/innen zur Verfügung. Dem gegenüber stehen jeweils 125 Kinder. Im Jugendlager sind maximal 100 Jugendliche und 25 – 27 Betreuer/innen.

 

Die Aufgabenstruktur hat sich seit vielen Jahren bewährt. Das große Betreuer/innenteam ist in unterschiedliche kleinere Teams aufgeteilt und nimmt unterschiedliche Aufgaben war.

 

Die Lagerleitung (2 Personen) organisiert den Ablauf des Zeltlagers vor Ort und steht in ständigen Kontakt mit der Kreisjugendpflege Stade.

 

Das Büroteam (3 Personen) übernimmt die Medikamenten-, Spiel-, und Materialausgabe und -verwaltung sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

 

Das Technische Leitunsgteam (3 Personen) übernimmt alle hausmeisterlichen Tätigkeiten auf dem Zeltlagerplatz.

 

Die Wirtschaftsleitung (2 Personen) kümmern sich um den Zeltlageretat und übernehmen alle Einkäufe.

 

Das Kochteam (1 Koch und 4-5 Küchenhelfer/innen) ist für die Vollverpflegung des Zeltlagers zuständig.

 

Das Dorfbetreuer/innenteam (16 Personen im Knirpsen- und Kinderlager – 12 Personen im Jugendlager) ist für die direkte Betreuung der Kinder und Jugendlichen zuständig. Die Teilnehmer/innen sind in 4 Großgruppen aufgeteilt und haben jeweils 4 Betreuer/innen die für die 30 – 32 Kinder zuständig sind.

 

Alle Betreuer/innen, egal welcher Funktion, sind ausgebildete Jugendleiter/innen (im Ausnahmefall hat der Koch / die Köchin keine Jugendleiter/innennausbildung) und nehmen an der Programmausgestaltung, der Übernahme von Nachtwachen sowie allgemeinen Betreuungstätigkeiten teil.

Die Jugendleiter/innenausbildung (JuLeiCa)

Wie bereits erwähnt sind alle eingesetzten Betreuer/innen ausgebildete Jugendleiter/innen. Eine Jugendleiter/innenausbildung (JuLeiCa) umfasst 50 Zeitstunden sowie zusätzlich eine Erste Hilfe Ausbildung im Umfang von 16 Schulstunden.

 

In der Jugendleiter/innenausbildung (JuLeiCa) werden folgende Themen behandelt:

 

 

  • Rechtliche Grundlagen (Kinder und Jugendhilfegesetz KJHG SGB VIII, Aufsichtspflicht, Jugendschutzgesetz etc.)
  • Gruppendynamik, Gruppenrollen und Leitungsstile
  • Entwicklungspsychologie und Fürsorgeaspekte
  • Kommunikation und Konfliktlösung
  • Eigen- und Fremdwahrnehmung, die Rolle des Jugendleiters
  • Präventionsarbeit zum Schutze der Kinder und Jugendlichen
  • Finanzierung und Organisation von Maßnahmen der Kind- und Jugendarbeit
  • Spieltheorie und -praxis

Ehrencodex der Betreuerschaft

Derzeit wird in den Medien viel über Übergriffe auf Kinder und Jugendliche berichtet.  Eltern sind verunsichert und möchten genau wissen, wer Ihre Kinder betreuet und wie diese Personen geschult und begleitet werden. Als Veranstalter von Ferienfahrten ist uns das besonderen Vertrauen, welches uns Eltern entgegen bringen, da Sie Ihre Kinder für 14 Tage in unsere Obhut begeben, sehr bewußt.  Natürlich möchten wir auch darüber Auskunft geben, wie wir mit dem Thema der Prävetion von Gewalt jeglicher Art umgehen.

 

Die ehrenamtlichen Jugendleiter/innen der Kooperation der Jugendpflegen und Jugendringe im Landkreis Stade, ca. 180 Personen, unterschreiben jährlich den unten aufgeführten Ehrencodex (in Anlehnung an Praetect)  zum Schutze der anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Auf den Vorbereitungen der Ferienfahrten wird sich inhaltlich mit dieser Selbsterklärung auseinander gesetzt, um diese auch mit Verständnis und Leben zu erfüllen. Dabei ist auch immer die enge Beziehungsarbeit der Jugendpflegen mit den ehrenamtlichen Jugendleiter/innen wichtig und unerlässlich. Gemeinsam mit dem Kreisjugendring Stade und der AWO Beratungsstelle Lichtblick e. V.  wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Juleica Fortbildungen im Bereich der sexuellen Präventionsarbeit angeboten. Im Rahmen der Juleica Ausbildungen nimmt die Auseinandersetzung mit diesem Thema auch deutlich mehr Raum ein, es  wird sich intensiver mit dem Thema der Präventionsarbeit auseinandergesetzt. Dazu gehört auch die Sensibilisierung für Grenzverletzungen und weiterreichende Kenntnisse, was in einem Verdachtsfall zu unternehmen ist.

 

 

 

Selbstverpflichtung und Erklärung zum Schutze der anvertrauten Kinder und Jugendlichen

 

Ich verpflichte mich, alles in meinen Kräften stehende zu tun, dass in der Jugendarbeit des Kreisjugendring Stade e. V., Stadtjugendring Buxtehude e. V., Kreisjugendpflege Stade, Stadtjugendpflege Buxtehude und Hansestadt Stade kein sexueller Missbrauch und keine sexualisierte Gewalt möglich werden. Ich will die mir anvertrauten Jungen und Mädchen, Kinder und Jugendlichen vor Schaden und Gefahren, Missbrauch und Gewalt schützen.

Ich respektiere die individuelle Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen und bringe ihnen Wertschätzung und Vertrauen entgegen. Ich habe eine besondere Vertrauens- und Autoritätsstellung gegenüber Kindern. Diese Position darf ich nicht missbrauchen.

Mir ist bewusst, dass jede sexuelle Handlung mit Schutzbefohlenen eine strafbare Handlung ist, mit entsprechenden disziplinarischen und eventuellen strafrechtlichen Folgen.

Ich versuche Grenzüberschreitungen durch andere Mitarbeitende und Teilnehmende in Gruppen, bei Angeboten und Aktivitäten bewusst wahr zu nehmen und vertusche sie nicht. Im „Konfliktfall“ informiere ich die Verantwortlichen auf der Leitungsebene. Dabei steht der Schutz der Kinder und Jugendlichen an erster Stelle.